Für die Ostschweiz liegen österreichische Shops besonders nah. Viele liefern schnell und günstig in die Schweiz. Der häufigste Kostenfehler ist eine Bestellung knapp über der Freigrenze: Dann fällt nicht nur die MWST an, sondern die volle Grundgebühr der Postverzollung.
Knapp über der Grenze wird es teuer
Eine Bestellung für 60 CHF mit 4.90 CHF Versand ergibt 64.90 CHF. Die MWST beträgt 64.90 × 8.1% = 5.26 CHF — nur wenig über der Grenze von 5 CHF. Trotzdem fällt die Postverzollung von 13.00 CHF + 3% = 14.95 CHF an. Zusammen zahlen Sie 20.21 CHF zusätzlich, also rund 31% des Bestellwerts. Mit einem Artikel weniger oder günstigerem Versand wäre die Sendung abgabefrei geblieben.
Österreichische Umsatzsteuer
Der österreichische Normalsatz beträgt 20%. Bei direkter Lieferung in die Schweiz ist der Verkauf steuerfrei, der Shop sollte also den Nettopreis verrechnen. Holen Sie die Ware selbst in Österreich ab, zahlen Sie die USt und können sie nur mit einem Ausfuhrnachweis zurückfordern — dann gelten bei der Einreise die Regeln für Reisende, nicht die Postverzollung.
Die Freigrenze gezielt nutzen
Die Grenze liegt beim Normalsatz bei rund 62 CHF Warenwert inklusive Versand. Ein Blick in den Rechner vor dem Bezahlen zeigt, wie viel Spielraum bis zur Grenze bleibt. Bei Büchern und Lebensmitteln (2.6%) liegt sie bei rund 193 CHF.
Häufige Fragen: Österreich
Gilt für Österreich der EU-Tarif der Post?
Ja. Österreich ist EU-Mitglied; die Schweizer Post verlangt deshalb die Grundgebühr von 13.00 CHF plus 3% des Warenwerts inklusive Versand.
Was passiert, wenn die MWST genau 5 CHF beträgt?
Ab einem MWST-Betrag von 5 CHF wird die Steuer erhoben, und die Postverzollung fällt an. Erst darunter bleibt die Sendung abgabefrei.
Gilt die Freigrenze von 150 CHF für Reisende auch für Pakete?
Nein. Die Wertfreigrenze von 150 CHF pro Person gilt nur für Waren, die Sie bei der Einreise selbst mitführen. Für Post- und Kuriersendungen gilt die 5-CHF-Grenze bei der MWST.